Doppel-Europameister Markus Rogan hat am Montag die erste Medaille für Österreich in Athen geholt. Der 22-Jährige holte in der neuen österreichischen Rekordzeit von
54,35 Sekunden über 100 m Rücken Silber hinter dem Amerikaner Aaron Peirsol (54,06). Bronze ging an den Japaner Tomoni Morita. Für Österreich ist es die erste olympische Schwimmmedaille
seit 1912.
Die Vorbereitung direkt vor dem Finale war noch nicht optimal. Bei 50m noch Letzter im Feld mit 0:26,88, dann mit einer phänomenalen Leistung auf der 2. Hälfte hat Markus Rogan
das Feld von hinten aufgerollt. Bei den letzen 10m waren 5 Schwimmer gleichauf. Das war das Quentchen Glück von dem Markus immer gesprochen hat und die Trainingsarbeit für seine Paradestrecke
200m Rücken.
Für VÖS Präsident Paul Schauer und auch Markus Rogan ist diese Silbermedaille der erste Glanzpunkt in Athen und das Ergebnis der
intensiven Teamarbeit im österreichischen Schwimm-Olympiateam.
15.8. 100m Rücken Semifinale
Markus Rogan ist in der Form seines Lebens: 54.42 über 100m Rücken im 1. Semifinale im direkten Duell gegen Peirsol (USA). Damit hat er sich als 2.-Schnellster für das Finale
qualifiziert. Mit hoher Frequenz ganz zu Beginn des Rennens konnte er auf den 2. 50m dem US Amerikaner Peirsol zusetzen. 8 Hundertstel fehlten am Ende.
Dem ORF Reporter war Markus Rogan dann im Interview haushoch überlegen, hat ihm fast "eine Goschn angehängt". Kann es sich aber sicher leisten - viel Glück für das
Finale!
15.8. 100m Rücken Vorlauf
Den Lauf 3 gewann Markus Rogan in 0:26,89 - 0:54,87. Insgesamt die 4.-beste Zeit der Vorläufe über 100m Rücken. Zeitgleich mit US Schwimmer Lenny
Krayzelburg.
Im ORF Interview wollte Markus keine Prognose für Semifinale und Finale abgeben, war aber extrem locker: "Ein bisschen Glück braucht man auf der 100m Rücken
Sprintstrecke schon." Vielversprechend!
19.8. 200m Rücken Finale
Markus Rogan hat die 100. Medaille in der Geschichte des Österreichischen Olympischen Comites (ÖOC) geholt.
Der 22-Jährige schlug am Donnerstagabend im "Olympic Aquatic Center" von Athen im Finale über 200 m Rücken mit dem österreichischen Rekord von 1:57,35 Minuten als Zweiter
2,4 Sekunden hinter Aaron Peirsol an, war dann aber kurzfristig sogar Olympiasieger.Denn der US-Amerikaner wurde wegen eines Beinfehlers nach der dritten Wende disqualifiziert, nach einem Protest
aber wieder in die Wertung genommen. Bronze ging an den Rumänen Razvan Florea.
Freundschaft wichtiger als Gold
Rogan hatte sofort nach der Disqualifikation seines Freundes Größe bewiesen: "So wollte ich nicht Olympiasieger werden. Kein Gold und kein Silber sind so wertvoll wie eine Freundschaft.
Ich hoffe, dass meine Freundschaft zu Aaron erhalten bleibt." Daran bestand bald darauf kein Zweifel, denn nach der Rehabilitierung Peirsols verzichtete Rogan auf einen Gegenprotest. Ein Protest
der britischen Mannschaft, da James Goddard wieder aus den Medaillenrängen gefallen war, kam zu spät. Die Siegerehrung war vollzogen.
Zweite Silbermedaille für Rogan
Es ist Rogans zweite Silbermedaille bei den 28. Sommerspielen, drei Tage nachdem er über 100 m Rücken Zweiter hinter Peirsol geworden war. Er holte das Edelmetall mit einem klug eingeteilten
Lauf, indem er erst auf der letzte Länge auf Rang zwei vorstieß. 150 m lang hatte Peirsol vor Goddard geführt, der Brite hatte danach aber keine Reserven mehr und wurde noch auf
Platz vier verwiesen. Rogan hingegen verbesserte seine erst am Vortag im Semifinale fixierte nationale Bestleistung um 15/100, womit ihm nur noch 78/100 auf den Europarekord fehlen.
18.8. 200m Rücken Semifinale
Der 100-m-Silbermedaillengewinner Markus Rogan qualifizierte sich am Mittwoch 18.8. mit der drittbesten Zeit aller Teilnehmer für das Finale am Donnerstag 19.8. Rogan kam auf
1:57,50 Minuten und stellte damit neuen österreichischen Rekord auf. Gold-Favorit Aaron Peirsol (USA) sorgte in 1:55:14 Minuten für einen neuen olympischen
Rekord. Zweitschnellster war James Goddard (GBR) in 1:57,25. Der viertplatzierte Rumäne Razvan Florea hatte mit 1:58,20 Minuten schon Respektabstand auf das Duo Goddard/Rogan.
Auf und davon
Peirsol war - zumindest am Mittwoch - außer Reichweite. Der US-Star schlug ein Höllentempo an und war bei 100 Metern sogar um 3/100 Sekunden unter seiner Weltrekord-Durchgangszeit.
Schließlich fehlten dem 21-Jährigen vier Zehntel auf die Weltbestmarke. Rogan verbesserte den am 15. Mai bei seinem EM-Gold-Rennen in Madrid fixierten österreichischen Rekord um
8/100 Sekunden.
Silber muss her
"Wenn ich wen akzeptiere, der mich schlägt, dann Aaron. Ich will Silber", gab sich der Wiener ungewohnt kämpferisch. Denn Rogan hat noch Reserven. "Ich bin durchgeschwommen,
habe im Finish nicht das Letzte gegeben. Morgen kann es sicher noch schneller werden. Ich habe schon kurz nach dem Start die Gewissheit gehabt, dass es sich für das Finale ausgeht."
Nervorsität vor dem Start
Vor dem Start war sich der SV-Schwechat-Athlet seiner allerdings nicht so sicher. "Da hatte ich schon ein bisschen Angst, dass ich meinen Urlaubsantritt um 24 Stunden früher antreten muss.
Ich spüre die olympische Aura doch noch ein bisschen", sprach der Doppel-Europameister die Nervosität an.
18.8. 200m Rücken Vorlauf
Markus Rogan schwimmt bei den olympischen Spielen in Athen 100m Rââï¬flâfl„¢cken und 200m Rücken.
Die hochgesteckten Erwartungen die in den österreichischen Medien im Vorfeld der Olympischen Spiele in Athen formuliert wurden, nimmt Markus Rogan selbstbewusst als öffentliche
Bestätigung. Er hat es schon immer gewusst.
Seine Schwimmtechnik hat er unter optimalen Trainingsbedingungen in Stanford bei seinem dortigen Trainger Skip
Kenney ausgefeilt. Beweisen kann Markus Rogan das nun bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen.
Geboren: 4.5.1982 in Wien
Wohnort: Wien
Größe/Gewicht: 1,95 m/91 kg
Familienstand: ledig
Verein: SV Schwechat
Beruf: Selbstständig
Hobbys:Basketball, Football, Musik, Amerika, Tanzen, Radfahren FINA Bio
Größte Erfolge:
Langbahn: WM-Silber 200 m Rücken 2001, EM-Gold 200 m Lagen und 200 m Rücken sowie EM-Silber 100 m Rücken 2004, EM-Silber 100 und 200 m Rücken sowie -Bronze 200 m Lagen 2002,
WM-Fünfter 100 m Rücken 2001 und 2003 Kurzbahn: Europarekord 200 m Rücken (27.3.04), EM-Bronze 2003, WM-Vierter 2002 (jeweils 200 m Rücken)
2. Olympia-Teilnahme