Die richtige Nutzung von Auftrieb und Wasserlage tragen wesentlich zum schneller Kraul Schwimmen bei. Die meisten Schwimmchampions haben gelernt diese beiden Schlüsselelemente auszunützen, entweder
weil sie es von der Trainerin, dem Trainer oder selber mit "Versuch und Irrtum" gelernt haben.
1. Basisübung
Beginne mit leichtem Beinschlag auf der linken Seite, beide Arme an der Seite. Wenn dein Beinschlag zu wenig effizient ist, probier Flossen oder Zoomers. Beginn mit dem Blick auf den Boden gerichtet (Nase
nach unten). Heb den Kopf nicht, um ans Ende des Beckens zu schauen. Lehn dich auf die linke Schulter - du wirst spüren, dass das Wasser dich trägt. Versuch deine rechte Hüfte und den rechten
Arm über die Wasseroberfläche zu bringen. Du wirst realisieren, dass das nicht so einfach ist wie es ausschaut. Üb so lange bis du dich wohl fühlst - steh zum Atmen auf. Eigentlich
ist es gar keine schlechte Idee im Lehrschwimmbecken zu beginnen. Wenn du dich ausbalanciert fühlst mit Blick nach unten, dreh den Kopf zum Atmen. Du kannst dich etwas auf den Rücken rollen,
wenn es dir angenehmer ist, oder wenn du den Kopf in Seitlage nicht genügend drehen kannst. Halte den Kopf tief, Nase nach oben (Wasserlinie am Kinn und Haaransatz) aber in der Verlängerung
der Wirbelsäule. Übe auf beiden Seiten. So schwimmst du schneller Kraul.
2. Basisübung
Sobald du dich ausbalanciert fühlst mit den Armen an der Seite, streck deinen linken Arm nach vorne aus, ohne die Wasserlage zu verändern. Der Arm sollte gerade nach vorne zeigen (Hand nicht
an der Wasseroberfläche), idealerweise hat es zwischen Hinterkopf und Schulter/Arm nur eine kleine oder keine Lücke. Lehn dich auf die linke Schulter, damit die rechte Hüfte und der rechte
Arm über Wasser kommen. Üb auf beiden Seiten. Frag jemanden dir von oben und von unter Wasser Rückmeldungen zu geben. Schneller Kraul schwimmst du dann von alleine!
Zum Atmen dreh deinen Kopf nach oben (Nase gerade nach oben). Halte den Kopf tief, so dass nur das Gesicht an der Luft ist. Im übrigen s. Basisübung.
Wenn du diese Basisübungen beherrscht, versuchs mal mit Rücken oder Kraul.